Seaport Emden

Hafendialog Emden-Dörpen gewinnt an Fahrt

28.09.2026

Hafenumschlag am Nordkai bei epas. Foto: EHFG

Verladung von Zellulose im Emder Außenhafen durch Anker. Foto: EHFG

Produktion von Calciumcarbonat im Emder Binnenhafen bei Omya. Foto: Omya

Zusammenarbeit beider Häfen wird intensiviert 

Der im Februar auf Initiative des emsländischen Landtagsabgeordneten Hartmut Moorkamp (CDU) gestartete Hafendialog zwischen dem Emder Hafen und dem Hafen in Dörpen (Landkreis Emsland) gewinnt weiter an Fahrt. Auf Einladung der Emder Hafenförderungsgesellschaft e. V. (EHFG) bereisten jetzt Vertreter aus Politik und Hafenwirtschaft der emsländischen Samtgemeinde den Emder Hafen. Sie würdigten damit die enge und langjährige Zusammenarbeit beider Häfen, die über die Ems und den Dortmund-Ems-Kanal miteinander verbunden. 

Die Anker Schiffahrts-Gesellschaft mbH mit Jan Remmers als Geschäftsführer und Tilo Hoff als Prokuristen versorgt seit über 40 Jahren die UPM Nordland Papier GmbH in Dörpen vom Emder Außenhafen aus verlässlich mit Zellulose. Der Grundstoff wird für die Papierproduktion im Emsland benötigt und kommt vorwiegend mit Seeschiffen aus Brasilien - aber auch aus Finnland - im Hafen an der Emsmündung an. Dort wird die Zellulose teils direkt in Binnenschiffe umgeladen, der Großteil aber wird über die Lagerhäuser von Anker im Außenhafen bedarfsgerecht mit nur sechs bis acht Stunden Transitzeit auf der Ems in Dörpen angeliefert. Pro Jahr verlassen so rund 175 Binnenschiffe den Emder Hafen in Richtung Dörpen. Ein Binnenschiff fasst ca. 1.300 Tonnen und erübrigt somit 55 LKW-Fahrten. Hochgerechnet auf ein Jahr sind es knapp 9.500 LKW-Transporte, die so durch Binnenschiffe umweltfreundlich ersetzt werden.

Die Omya GmbH mit Raul Magalhaes als Leiter in der Eichstraße war die zweite Station auf der Bereisung durch den Emder Hafen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz betreibt in Emden ein Tanklager für Calciumcarbonat Slurries sowie eine Produktionsanlage für Calciumcarbonat-Kaolin-Mischungen. Auch dieses Material wird für die Papierherstellung benötigt. Es kommt mit Seeschiffen aus Norwegen und wird in Emden ebenfalls in Binnenschiffe umgeladen.

Die dritte Station im Seehafen Emden war die epas Ems Ports Agency & Stevedoring Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Timo Siebahn als Geschäftsführer. Das Unternehmen schlägt am Nord- und Südkai Teile für die Energiewende um und lagert einige davon schon heute in Dörpen zwischen. Es handelt sich dabei vor allem um riesige Kabeltrommeln, die von Dörpen aus zu Baustellen in ganz Deutschland transportiert werden und der Durchleitung von Strom aus Windkraftanlagen in der Nordsee dienen. Die Zusammenarbeit zwischen Emden und Dörpen wird ab dem nächsten Jahr auch auf weitere Komponenten von Windkraftanlagen ausgeweitet. Auch diese sollen überwiegend mit Binnenschiffen umweltfreundlich nach Dörpen verschifft und dort zwischengelagert werden.

Die Zusammenarbeit zwischen Emden und Dörpen ist nach Angaben von EHFG-Vorstand Reinhard Hegewald traditionell sehr eng und wird künftig noch enger werden. Sie ist nach seiner Ansicht ein gelungenes Beispiel für die ostfriesisch-emsländisch Zusammenarbeit. Dörpens Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken hat für Anfang 2027 schon jetzt zum dritten Hafendialog ins Emsland eingeladen. Auf dem Programm wird dann eine Besichtigung des Papierwerkes als dem größten Arbeitgeber Dörpens stehen. 

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Heinrich-Nordhoff-Str. 2
D - 26723 Emden
www.seaport-emden.de

Reinhard Hegewald
reinhard.hegewald(at)seaport-emden.de