Häfen noch fitter machen für zirkuläre und nachhaltige Logistik
12.08.2026SCOBE-Partnermeeting in Emden mit Timo Siebahn (obere Reihe rechts), René Schelwald (obere Reihe links) und Reinhard Hegewald (untere Reihe dritter von rechts). Foto: EHFG
SCOBE-Partnertreffen im Seehafen Emden
Zum Partner-Meeting unter der Leitung von René Schelwald vom niederländischen Port of Zwolle trafen sich auf Einladung der Emder Hafenförderungsgesellschaft e. V. (EHFG) Vertreter von deutschen- und niederländischen See- und Binnenhäfen sowie von Hochschulen aus beiden Ländern in Emden. Sie alle nehmen teil am grenzüberschreitenden EU-Projekt „SCOBE“ im Rahmen des deutsch-niederländischen Interreg-Programms. Dieses zielt darauf ab, Häfen im deutsch-niederländischen Grenzraum noch fitter für die Kreislaufwirtschaft zu machen als bislang schon. Im Zuge des auf drei Jahre angelegten Projektes sollen nachhaltige und übertragbare Lösungen entwickelt werden, um strukturelle Hürden bei der Kreislaufwirtschaft in See- und Binnenhäfen beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze abzubauen. Es sollen rechtliche, organisatorische und logistische Barrieren identifiziert werden, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit derzeit noch behindern. Die Ergebnisse sollen europaweit übertragbar sein.
Timo Siebahn und Reinhard Hegewald von der EHFG zeigten den Teilnehmenden bei einer Hafenrundfahrt mit dem Traditionsschiff „Ems“, was der Seehafen Emden schon heute bei der Kreislaufwirtschaft aufzuweisen hat. Dazu gehört das geplante Recyceln von Schiffen sowie Industrie- und Offshore-Windkraftanlagen ebenso wie die Gewinnung von Fernwärme durch die Verbrennung von mit Schiffen angeliefertem Altholz in einem Biomassekraftwerk im Binnenhafen. Auch die umweltgerechte Entsorgung von Abfällen auf im Emder Hafen festmachenden Schiffen unter Beteiligung eigens darauf spezialisierter Entsorgungsunternehmen war Teil der Rundfahrt.
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