Seaport Emden

Seegüterumschlag in Niedersachsens Seehäfen wächst zweistellig

05.03.2018

53,4 Millionen Tonnen Umschlagsvolumen im Seeverkehr in 2017

Das Umschlagswachstum in den neun niedersächsischen Seehäfen im vergangenen Jahr basiert sowohl auf gestiegenen Volumen von Stückgütern als auch von flüssigen und festen Massengütern. Insbesondere die Umschläge von Neufahrzeugen, Containern und Kohle sowie von Rohöl und Mineralölprodukten haben sich positiv entwickelt. Mit insgesamt rund 53,4 Millionen Tonnen umgeschlagenen Gütern im Seeverkehr verzeichnete die Hafengruppe ein Plus von 10 % gegenüber dem Vorjahr (48,6 Millionen Tonnen) und übertrifft mit diesem Ergebnis auch das hervorragende Resultat aus 2015 (52 Millionen Tonnen).

Bezogen auf die seeseitig umgeschlagenen Stückgüter ergab sich mit rund 12,82 Millionen Tonnen in 2017 ein Wachstum von 13 % gegenüber dem Vorjahr (11,39 Millionen Tonnen in 2016). Entscheidend dazu beigetragen hat der Umschlag von Containern in Wilhelmshaven sowie von Neufahrzeugen in Emden und Cuxhaven. Am Containerterminal Wilhelmshaven ergab sich ein Plus von 15 % auf 554.449 TEU (481.720 TEU in 2016). Der Neufahrzeugumschlag in Niedersachsen erreichte mit rund 1,92 Millionen Einheiten in 2017 einen neuen Rekordwert (+ 6 % / 1,81 Millionen Fahrzeuge in 2016). 


Die Umschlagsvolumen flüssiger und fester Massengüter konnten im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 40,55 Millionen Tonnen gesteigert werden (37,21 Millionen Tonnen in 2016). Sehr gut entwickelt haben sich innerhalb dieses Ladungssegments die Umschlagsmengen von Rohöl und Mineralölprodukten sowie von Kohle und Aluminiumoxyd und -hydroxyd. 
Insgesamt wuchs der Umschlag im Seegüterverkehr der neun niedersächsischen Seehäfen demnach um 10 % von 48,6 Millionen Tonnen in 2016 auf knapp 53,4 Millionen Tonnen in 2017.

„Wir haben in 2017 insgesamt eine sehr erfreuliche Entwicklung des Seegüterumschlags in Niedersachsen registriert. Unsere Seehäfen sind traditionell stark im konventionellen Stückgutumschlag, dem Massengutumschlag und natürlich beim Umschlag rollender Ladung. Zudem trägt auch der Containerumschlag in Wilhelmshaven, der sich aufgrund des neuen Allianz-Gefüges seit Mai deutlich erhöht hat, mehr und mehr zur Wertschöpfung in den niedersächsischen Seehäfen bei. Wir gehen davon aus, den Seegüterumschlag der gesamten niedersächsischen Hafengruppe auch im laufenden Jahr auf hohem Niveau halten zu können. Um im schärfer werdenden Wettbewerb mit anderen europäischen Seehäfen auf Dauer mithalten zu können, muss der Ausbau unserer Häfen sowie der seewärtigen Zufahrten und Verkehrsinfrastrukturen aber kontinuierlich vorangetrieben werden“, kommentierte Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH, die Umschlagsergebnisse des vergangenen Jahres.

Erkannt haben dies auch die privaten Umschlagsbetriebe und ansässigen Industrieunternehmen in den niedersächsischen Seehäfen. Sie investierten im vergangenen Jahr rund 82 Millionen Euro in Suprastrukturen wie Gebäude und Gerätschaften und unterstreichen damit ihre Absicht zur zielgerichteten Weiterentwicklung ihrer Geschäftsaktivitäten an den niedersächsischen Seehafenstandorten.

Der Seehafen Emden konnte beim Seegüterumschlag deutlich zulegen: 17 % mehr Güter, nämlich rund 5,08 Millionen Tonnen, wurden in 2017 umgeschlagen (4,33 Millionen Tonnen in 2016). Mit 1.447.668 umgeschlagenen Neufahrzeugen (+ 8 % / 1.333.782 Fahrzeuge in 2016) konnte für den Hafen an der Ems ein neuer Rekordwert verzeichnet werden. Positiv entwickelt hat sich auch der Umschlag fester Massengüter (+ 85 % / 1,2 Millionen Tonnen in 2017; 645.997 Tonnen in 2016) sowie von Stückgütern (+ 12 % / 2,99 Millionen Tonnen in 2017; 2,68 Millionen Tonnen in 2016). Im Stückgutbereich wirkten sich u.a. die höheren Volumen von Forstprodukten und Windenergie-Komponenten positiv aus.

Neue Projekte in den Startlöchern
Nachdem in Emden Ende 2017 ein Großteil der Arbeiten an dem Jahrhundertprojekt Nesserlander Schleuse abgeschlossen wurden, sind für 2018 zahlreiche neue Maßnahmen geplant.

So läuft aktuell das Planfeststellungsverfahren für den Großschiffsliegeplatz zwischen Emspier und Emskai. „Wir reagieren damit auf die Nachfrage der Hafenwirtschaft, die einen weiteren Liegeplatz für den Außenhafen benötigt“, erläutert Holger Banik. Geschäftsführer NPorts.  2018 wird mit einem Planfeststellungsbeschluss gerechnet, dann können die Arbeiten beginnen. Insgesamt 55 Millionen Euro will NPorts über mehrere Jahre hinweg in das Projekt investieren.

Weitere 5,5 Millionen fließen in die Emder Hafenbahn. In diesem Jahr soll die Mechanik des Stellwerks Kai Nord Fahrdienstleister (Knf) erneuert werden. Die Arbeiten finden bei laufendem Eisenbahnbetrieb statt. Außerdem wird die Bauwerksprüfung der Großen Seeschleuse im Frühjahr abgeschlossen und das Gutachten vorgestellt.

Foto: v. l.:
 Holger Banik, Geschäftsführer Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin Seaports of Niedersachsen GmbH, Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung


© Foto: Andreas Burmann

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