Seaport Emden

Entwicklungen im Hafen Emden

01.04.2019

Für den Hafenstandort Emden sind 2019 bei Niedersachsen Ports (NPorts) rund 13,5 Millionen Euro für Investitionen sowie 9,8 Millionen Euro für Instandhaltungskosten vorgesehen.

Emden | 29. März 2019
Mehr als 14.000 Schiffsbewegungen gab es im Jahr 2018 im Emder Hafen. 3970 Schleusungen an der Großen Seeschleuse, 2733 an der Nesserlander Schleuse sowie 1081 an der Borssumer Schleuse waren dafür notwendig. Neben der seeseitigen Erreichbarkeit ist Niedersachsen Ports auch für Anbindung an das Hinterland über die Schiene verantwortlich: Über das NPorts-eigene 24 km lange Schienennetz wurden 2018 etwa 4.400 Züge abgefertigt. Daher ist es sinnvoll, dass NPorts auch in die Schieneninfrastruktur investiert.
 
Modernisierung des Stellwerks Knf
Für die Erneuerung des Stellwerks Kai Nord Fahrdienstleister (KnF) sind über 8 Millionen Euro sowie ein Zeitraum von rund zwei Jahren eingeplant. Die Modernisierung der Stellwerkstechnik aus den 50er Jahren hat begonnen. „Die Maßnahme dient dazu, die Verkehrssicherheit im Bahnbetrieb zu verbessern, die Effektivität zu erhöhen und den Verkehrsfluss zu optimieren“, erklärt Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG. Die geplanten Arbeiten werden teilweise bei laufendem Betrieb stattfinden und voraussichtlich bis Ende 2019 dauern.
 
Große Seeschleuse
Die Bauwerksprüfung der Großen Seeschleuse ist abgeschlossen, nun läuft die Planung der Sanierungsarbeiten. Die Maßnahmen zur Instandhaltung müssen unter laufendem Betrieb der Schleuse durchgeführt werden. Niedersachsen Ports geht deshalb von einem Zeitraum von mehreren Jahren aus, bis das Projekt fertiggestellt sein wird.
 
Liegewannenvertiefung Emspier
Im Dezember 2018 hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz die Vertiefung der Liegewanne an der Emspier im Außenhafen genehmigt. Damit können in 2019 die Baggerarbeiten beginnen, um an dem Liegeplatz eine Tiefe von Seekartennull (SKN) -10,92 Metern zu schaffen. Das ermöglicht die Abwicklung von Schiffen mit einem Tiefgang bis 10,30 Metern. In Vorbereitung für den Bau des Großschiffsliegeplatzes Emspier finden Kampfmittelsondierungen sowie ergänzende Baugrunduntersuchungen statt. Mit der Fertigstellung des Großschiffsliegeplatzes wird dann eine rund 860 Meter lange Kaje zur Verfügung stehen.
 
hafen+
Auch über das reine Baugeschäft hinaus treibt die Hafengesellschaft viele Projekte voran. Verantwortungsvoll handeln und zum Schutz des Klimas beitragen – darum geht es in verschiedenen Projekten. Wie gelingt das Zusammenspiel von Mensch, Umwelt und Wirtschaftskraft? Unter dem Label hafen+ beschäftigt sich Niedersachsen Ports mit dieser Frage und gestaltet so die Zukunftsfähigkeit der niedersächsischen Häfen. Unterstützung bekommt das Unternehmen dabei von seinen Auszubildenden. Sie nehmen an der Weiterbildung „Energie-Scouts“ der IHK teil. Mit ihren guten Ideen helfen sie NPorts dabei, Strom, Wärme und Kraftstoff einzusparen. So schaffen sie nicht nur Bewusstsein für das Thema, sondern werden zu Expertinnen und Experten in Sachen Energiewende ausgebildet.
 
Begrünung mal anders
Nicht als Dachterrasse, sondern um grünen Strom zu produzieren, nutzt die NPorts-Crew in Emden die Dächer der Werkstattgebäude. Auf einer Gesamtfläche von 600 m² hat das Unternehmen 311 Solarmodule montiert und eine eigene Stromtankstelle installiert. Die Photovoltaikanlagen können bis zu 90.000 kWh Strom im Jahr erzeugen. Dies entspricht dem durchschnittlichen Energieverbrauch von 24 deutschen Haushalten. Damit können 52 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden. Rund zwei Drittel des Stroms werden die Werkstätten des Technischen Service künftig für ihre elektrischen Verbraucher nutzen. Zudem sollen die neuen E-Autos aus dem Fuhrpark der Niederlassung Emden mit dem Sonnenstrom betankt werden. Wenn der Stromverbrauch in den Abendstunden und an Wochenenden sinkt, wird der erzeugte Strom in das Netz eingespeist. So geht keine Energie verloren.
 
Wasserstoff aus Windkraft
Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft erforscht NPorts die Anwendungsmöglichkeiten von Wasserstoff im Hafenumfeld. Wie kann es zum Beispiel gelingen, das Gas als Antrieb für Schiffe und Fahrzeuge einzusetzen? Im Projekt „WASh2 Emden – Innovative und umweltfreundliche Wasserstoffanwendungen im Seehafen Emden“ geht es genau um solche Fragen. Bei der Energiewende spielt Wasserstoff eine zentrale Rolle: Zukünftig könnte das Element als Speichermedium dienen, um überschüssige Windkraft zu speichern und zu transportieren.

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www.seaport-emden.de

Helmut Weermann
Tel.: +49-4921-59 138 26
helmut.weermann(at)seaport-emden.de